EPC1M
Die sich verschärfenden, für derzeit erzeugte Dieselmotoren gültigen Abgasemissionsvorschriften führen zu der Anforderung, die Anlagen, die den Kraftstoff in den Verbrennungsraum des Motors fördern, grundsätzlich zu modernisieren. Während die Anforderung des Hocheinspritzdrucks durch eine mechanische Pumpe mit angepasster klassischer Konstruktion zu erfüllen ist, ist die Anforderung an den variablen Einspritzbeginn in Abhängigkeit vom Momentanzustand des Motors nur mittels elektronisch gesteuerter Regelelemente zu erfüllen. Der Beginn der Kraftstoff förderung und deren Größe sind dann durch ein Steuerprogramm festgelegt, in dessen Speicher auch ein umfangreicher Bereich für optimalen Werte der einzelnen Betriebsstände des Motors abgelegt ist. Die Steuereinheit kann neben ihrer Grundfunktion auch die Sicherheits- und Diagnostikfunktion erfüllen.
Die Einzylindereinspritzpumpen EPC1M sind eine der möglichen Ausführungen des beschriebenen Einspritzsystems.
Die Einspritzpumpen EPC1M sind Pumpen ohne eigenen Antriebsmechanismus. Sie werden so gestaltet, dass ihre Einbauabmessungen mit den Abmessungen der heutzutage häufi gen Einspritzpumpen der Baugröße Q identisch sind. Dank dessen sind die Pumpen, neben neuen Applikationen, auch zur Modernisierung älterer Motoren zu nutzen, die Einspritzpumpen der Baugröße Q anwenden, und zwar ohne die Notwendigkeit, den Motorblock und Antriebsmechanismus grundsätzlich zu ändern. Die Einspritzpumpen sind mit einem durch einen Elektromagneten betätigtes Steuerventil ausgestattet. Der Zeitpunkt und die Dauer des Schließens des Elektromagnets bestimmen den Einspritzbeginn und die geförderte Menge. Der Elektromagnet wird durch eine elektronische Steuereinheit (ECU) gesteuert. Diese ist gewöhnlich in der Nähe des Motors am Rahmen des Fahrzeugs angebracht und mit der Pumpe durch einen geeigneten Kabelsatz verbunden. Die Pumpen PC1M können für Motoren mit einer Leistung bis 20 kW pro Zylinder verwendet werden.
Der Einspritzpumpenantrieb ist durch eine Nockenwelle sicherzustellen, die mit geeignetem Nocken für den Pumpenantrieb ausgestattet wird. Die Nockenwelle muss ein Bestandteil des Motors sein. Die Übertragung der Nockenbewegung auf den Kolben der Einspritzpumpe ist mit dem Rollenstößel gewährleistet, der als Zubehör der Einspritzpumpe geliefert wird. Die Pumpe EPC1M ist eine der möglichen Versionen der Einzylinderpumpe. Auf Grund dieser Variante sind auch andere Ausführungen kundenorientiert und nach den Abmessungen des Motors abzuleiten. Die Pumpen gibt es zum Beispiel in der sog. versenkten Ausführung mit eigenem Rollenstößel – EPR1M.